3d-TV

Geschichte

Bereits seit den 1950er Jahren gibt es in den Kinos 3D-Filme. Hintergrund der Entwicklung war die zunehmende Beliebtheit des häuslichen Fernsehens. Die Filmindustrie suchte nach Innovationen, um die Attraktivität des Kinos für die Zuschauer wieder zu steigern. Hierfür wurden Polarisations- oder farbanaglyphe Verfahren verwendet. Erst mit dem Aufkommen des Farbfernsehens konnte das farbanaglyphe Verfahren auch auf das Fernsehen übertragen werden. In den 1980er Jahren wurde das Verfahren für experimentelle 3D-Sendungen in den dritten TV-Programmen eingesetzt. Die geringe Bandbreite des analogen PAL-TV-Farbkanals verringerte aber die notwendige Auflösung und Schärfe des empfangenen 3D-Bildes so stark, dass kein befriedigender Raumeindruck zustande kam und die Versuche eingestellt wurden.



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3D-TV

Auch Fernsehgerätehersteller arbeiten an 3D-Wiedergabe-Geräten für das Heimkino unter Verwendung der digitalen „High-Definition“-Technologie mit der „Blu-ray-Disk“ als Datenträger. Anfang 2010 brachten mehrere Unternehmen Fernsehgeräte und Video-Projektoren auf den Markt, mit denen man zu Hause digitale 3D-Filme anschauen kann. Hierfür wird eine aktive 3D-LCD-Shutterbrille benötigt, die sich mit dem schnellen Bildwechsel-Takt des 3D-Bildschirms (100 bzw. 120 Hz) mittels Infrarot- oder Funksignalen synchronisiert. Laut einer BITKOM-Studie[13] vom Herbst 2010 sollen bis zum Jahr 2015 in Deutschland rund acht Millionen Fernseher mit 3D-Technologie gekauft werden.

Einige Anbieter bieten auch Endgeräte mit passiven Polarisationsbrillen an. Auf der IFA 2010 wurde ein kinoleinwandgroßes aus LED-Arrays bestehendes Display präsentiert, das mittels spezieller Folien zirkular polarisiert war.

Ebenfalls auf der IFA 2010 zeigten mehrere Hersteller 3D-Bildschirme, für die keine speziellen Brillen notwendig sind, sogenannte autostereoskopische Displays. Dazu ist der Schirm – wie bei Wackelbildern – mit senkrechten Streifen von Mikroprismen versehen, so dass verschiedene Bilder die beiden Augen erreichen. Dazu muss der Betrachter allerdings still sitzen; jede Bewegung kann den Eindruck stören. Einige Anbieter können nicht nur eine Sichtachse, sondern mehrere bedienen. Auf der Fachmesse CES in Las Vegas im Januar 2011 haben drei Unternehmen kommerziell verfügbare, autostereoskopische 3D-Bildschirme präsentiert. Einige dieser präsentierten Geräte konnten bis zu sieben Sichtachsen gleichzeitig mit 3D-Bildern „bedienen“. Die ersten kommerziellen Einsätze liegen insbesondere im Bereich von Außenwerbung, d. h. Digital Signage, Gaming sowie anspruchsvolle PC-Anwendungen wie CAD. Die Bildschirmgröße variierte dabei zwischen 56 cm (18 Zoll) und 165 cm (65 Zoll). Seit Juli 2012 ist mit dem Toshiba 55 Zl2g der erste Fernseher mit dieser brillenlosen 3D-Technologie als Großseriengerät auch außerhalb Japans erhältlich. Die Bilddiagonale beträgt 140 cm (55 Zoll); die Auflösung „4K“ (viermal mehr Bildpunkte als Full HD).

Eine brillenlose 3D-Technik – Autostereoskopie – kommt wie bei ersten 3D-Videokameras (Fujifilm, Sony) bereits bei der tragbaren Videospielkonsole Nintendo 3DS zum Einsatz, die laut Herstellerangabe auch das Anschauen von 3D-Filmen auf dem handtellergroßen Bildschirm ermöglichen soll. Der Hersteller sprach vorsorglich eine Gesundheitswarnung für Kinder unter sechs Jahren und ältere Personen aus.[15] Einige Augenärzte äußerten, es gebe keine wissenschaftlichen Belege für eine schädliche Wirkung von 3D-Darstellungen.

Einige der angebotenen 3D-Fernseher und 3D-Blu-ray-Player können 2D-Fernsehbilder in Echtzeit in 3D umrechnen. Das Verfahren basiert z. B. darauf, dass das Gerät erkennt, worauf die Kamera während der Aufnahme scharfgestellt war. Der 3D-Eindruck ist nicht mit dem von in digitalem Stereo-3D gedrehten Kinofilmen vergleichbar. So ist der 3D-Effekt bspw. nach hinten beschränkt, und das Geschehen scheint sich eher in verschiedenen Bildebenen abzuspielen, anstatt stufenlos räumlich zu wirken.

Verträglichkeit

Die Hersteller von Fernsehgeräten warnen in ihren Gebrauchsanleitungen vor dem übermäßigen Konsum von 3D-Filmen. Das korrespondiert mit der Empfehlung von Ärzten, dass Kinder unter zehn Jahren nach Möglichkeit keine, Kinder im Schulalter nicht länger als etwa eine halbe Stunde 3D-Filme sehen sollten, weil sich bei ihnen der Sehsinn erst entwickelt. Ärzte befürchten bleibende Schäden im räumlichen Wahrnehmungsvermögen. Besonders anfällig sind demnach Kinder mit Sehfehlern wie Schielen. Weitere Folgen übermäßigen 3D-Konsums können Unwohlsein und Übelkeit, in Einzelfällen sogar ein epileptischer Anfall bei Modellen mit aktiver 3D-Technik (Shutterbrille) sein.
Quellmaterial

Als Zuspieler für 3D-Material gibt es 3D-Blu-Ray-Player, Digitale Sat-Receiver und Multimedia-Player. Alle Sat-Receiver können das ausgestrahlte 3D-Signal wiedergeben, da diese im SBS(Side-by-Side)-Verfahren arbeiten. Aktuelle Multimedia-Festplatten geben 3D-Blu-Ray-ISO-Dateien wieder; somit lassen sich Sicherheitskopien von 3D-Blu-Ray-Scheiben problemlos abspielen.

SES Astra sendete während der IFA 2010 einen 3D-Demokanal, auf dem Berichte und Informationen von der Internationalen Funkausstellung ausgestrahlt wurden.

Inzwischen gibt es auf mehreren europäischen TV-Satelliten unterschiedliche 3D-HD-Demokanäle, alle im Side-By-Side-Modus. Die Sky-Pay-TV-Ketten in Großbritannien und Deutschland haben jeweils einen 3D-Event-Kanal mit Sport, Shows und Kinofilmen.
Fernsehgerät als Medienzentrale und Internet-Anbindung

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Technik wachsen Fernsehempfänger immer mehr in Richtung voll funktionsfähiger All-in-one-Computer. Für die meist asiatischen Hersteller konventioneller Fernseher bedeutet dies sinkende Umsätze und jahrelange Verluste in Folge.

Moderne Fernsehgeräte verfügen über Anschlüsse für USB-Speichergeräte und den gängigsten Speicherkarten und können von diesen Medien Daten wie beispielsweise im DivX-, Xvid-, MP4-, Nero Digital- oder WMV9-Format wiedergeben. Daneben verfügen sie oft über einen Ethernet-Anschluss bzw. WLAN-Antennen, mit denen sich beispielsweise Videostreams empfangen und abspielen lassen.

Zur optionalen Tonausgabe verfügen moderne Geräte oft über einen zusätzlichen optischen oder koaxialen Digitalausgang. Mit entsprechenden Digitalkabeln können sie mit einem entsprechend ausgestatteten AV-Receiver verbunden werden, womit unter anderem Raumklang-Wiedergabe möglich ist.

Über WLAN wird auch oft eine Internet-Anbindung realisiert, die es erlaubt, beliebige Internetseiten mit einem integrierten Webbrowser aufzurufen oder verschiedene vom Fernsehgeräteanbieter zur Verfügung gestellte TV-Apps und Widgets zu nutzen. Diese Applikationen können auch für das Webradio, als Streaming-Client oder als DLNA-Client geeignet sein. Solche Fernsehgeräte, die zusehends interaktiver gestaltet und mit Internet-Funktionen ausgestattet sind, werden häufig unter dem Begriff Smart-TV geführt.

Es gibt einen deutlichen Trend zur Konvergenz der Technik von Fernsehempfängern und Personal Computern. Mit der VGA- und der HDMI-Schnittstelle lassen sich vorhandene Computer und moderne Fernsehgeräte miteinander verbinden.

Auch von der Seite der Personal Computer her gibt es immer mehr Geräte, die in der All-in-one-Bauweise vom Design und durch die Media-Center-Software her „wohnzimmertauglich“ gemacht wurden und die auf diese Weise das komplette Funktionsspektrum eines Fernsehgeräts und eines PCs anbieten. Eine weitere Möglichkeit, Fernsehgeräte um Smart-TV-Funktionen zu erweitern, ist der Anschluss von sogenannten HDMI-Sticks über die vorhandene HDMI-Schnittstelle.
Quelle: wikipedia.org

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